21. November 2010
Meine liebe Kollegin Heide Liebmann startet dieses Jahr wieder eine tolle Adventsaktion in ihrem Blog: Unter dem Motto bzw. Titel “Authentisch & erfolgreich: 15 Webinare im Advent für Trainer, Coaches und Berater” lädt sie ihre Blog-Leserinnen und -Leser zu 15 spannenden Webinaren rund um Marketing- und Vertriebsstrategien ein.
Das Besondere daran: Die Referentinnen und Referenten stellen ihr Know-how honorarfrei zur Verfügung und auch der Betreiber der Webinar-Plattform verzichtet auf sein Honorar. Deshalb sind die Webinare für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfrei. Dafür wünscht sich Heide Liebmann Spenden für den Verein BeeBob hilft e. V., der in Kambodscha des Bau eines Waisenhauses koordiniert und vorantreibt. Eine tolle Idee, wie ich finde – und deshalb bin ich auch gerne Heides Einladung gefolgt, eines der Webinare zu halten. Es heißt “Wer schreibt, der bleibt. Der einfachste Weg zum eigenen Sachbuch” und findet am 6.12.2010 um 18.30 Uhr statt.
Hier geht es zur ausführlichen Beschreibung in Heides Blog, hier zur Anmeldung zu den Webinaren auf der Plattform www.train-for-results.de und hier zum Verein BeeBob hilft e. V.
Thema: Scriptics intern |
8. November 2010
„Das will ich auch! Wann kommst Du?“ – das schrieb mir meine liebe Kollegin F., nachdem sie den Blogbeitrag über meinen ersten Einsatz als Büro-Kaizen-Notdienst gelesen hatte. Lange bitten ließ ich mich nicht. Die Aussicht auf einen Tag Sortieren, Entrümpeln, Wegschmeißen, Ordnen und Strukturieren in Gesellschaft der immer so mitreißend lachenden Kollegin war einfach zu verlockend.
Ich reiste also durch den Wald nach Ottmarschen – das ist der Deckname für den Wohnort der Kollegin F. –, gespannt, welche Herausforderungen sich dort bieten würden und vor allem, ob sich die guten Erfahrungen aus der ersten Büro-Kaizen-Aktion wiederholen ließen. Um es gleich vorwegzunehmen: Sie ließen. Die Herausforderungen allerdings – die waren ganz anderer Natur als bei meinem ersten Einsatz. Mehr erfahren »
Thema: Büro-Kaizen, Scriptics intern |
5. September 2010
„Wir wollen Sie gerne mit dem Lektorat dieses Magazins beauftragen, was kostet das?“ „Ich würde dafür zehn Stunden à 65 Euro berechnen.“ „Hahaha, Frau M., das Leben ist doch kein Wunschkonzert!“ Schnitt. „Wir hätten hier eine Übersetzung, die wir bis morgen brauchen. Was berechnen Sie pro Zeile?“ „Mein Zeilenpreis liegt bei 1,30 Euro.“ „Das können wir nicht bezahlen, wir haben den Auftrag von einer anderen Agentur bekommen, die wollen schließlich auch noch was dran verdienen. Wir zahlen 50 Cent.“
Solch unerfreuliche Dialoge sind oft Alltag für alleinarbeitende Freiberufler und Selbständige, die ihre Honorarverhandlungen selbst führen müssen. In der dargestellten Form habe ich sie noch nicht erlebt. Dass allerdings Kunden bei mir anfragen, ob ich ein Projekt für sie übernehmen kann, und sich dann nie wieder melden, nachdem sie ein ausführliches Angebot von mir bekommen haben, geschieht gelegentlich. Denen war ich dann wohl zu teuer. Jenseits aller strategischen Überlegungen – wie schafft man es, sich über das Angebot von der Konkurrenz abzuheben und nicht über den Preis? – frage ich mich immer wieder: Wie verhandelt man so, dass solche Dialoge gar nicht erst entstehen? Geht das überhaupt? Mehr erfahren »
Thema: Scriptics intern |
17. August 2010
Falls Sie nach dieser Headline glauben, hier ginge es um Zickenterror zwischen zwei acrylkrallenbewehrten Office-Managerinnen – Fehlanzeige. Es geht um Katharsis. Um Reinigung und Läuterung. Um null Toleranz gegenüber Papierfluten, Stiftebergen, Post-it-Wahnsinn. Sprich: ums Aufräumen.
Dass Letzteres zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört, mag zwar kaum einer glauben (nicht weil es in meinem Büro so unordentlich wäre, sondern weil die meisten Menschen Aufräumen mit Leid verbinden und nicht mit Lust) – aber eine nahm mich dann doch beim Wort: meine liebe Kollegin T.*. Bei und mit ihr durfte ich nach Herzenslust in ihrem Home Office wütenaufräumen. Eingesetzte Methoden: Büro-Kaizen nach Jürgen Kurz**– und eine Melange aus meinen eigenen Vorgehensweisen, erprobt in vielen Jahren im Home Office und diversen Bürogemeinschaften. Ziel: ein leerer Schreibtisch und ein funktionierendes Ablagesystem.
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13. Juli 2010
Das Texterinnen-Netzwerk Texttreff ist aus meinem (Arbeits-)Leben nicht mehr wegzudenken – und zum Texttreff gehört Carola, die zusammen mit ihrem Mann Oliver die Texttreff-Technik unter ihrer Fuchtel hat. Carola und Oliver haben ehrenamtlich unglaublich viel Zeit und Nerven in unser Netzwerk investiert. Ohne sie gäbe es den Texttreff in dieser Form nicht. In der Nacht zum 8. Juli ist ihre Wohnung komplett ausgebrannt. Die beiden und ihre kleine Tochter sind wie durch ein Wunder weitgehend unversehrt geblieben. Und müssen jetzt einen Neustart hinlegen. Dazu brauchen sie jede Hilfe. Der Texttreff hilft – und viele andere hoffentlich auch: Hier geht es zur Spendenseite.
Thema: Scriptics intern |
2. Juli 2010
Ganz klar: Wer Karriere machen will, braucht Ellbogen, um sich nach oben durchzuboxen. Und Führungskräfte sind per se Egoisten, sonst hätten sie es nie im Leben bis auf den Chefsessel geschafft. Wie bitte? Alles Old-Economy-Quatsch. Warum? Das steht hier, in meinem neuesten Artikel für das im Januar gestartete Frauen-Online-Magazin Ava.
Thema: Journalismus, Scriptics intern |
20. Mai 2010
Wenn ich mein Blut in Brandungswellen an meine Hirnschale schwappen spüre, dann habe ich Migräne und kann mich nicht mehr rühren. Nicht so Martenstein: Schwappendes Blut sorgt bei ihm dafür, dass er einen richtig guten Roman endlich zu Ende schreibt.
Dass sein Blut aber derartig in Wallung geraten ist, liegt definitiv nicht an einer Migräne. Sondern an etwas, das er in seinem Text so locker-flockig beschreibt, als sei es geradewegs seiner Kolumnisten-Phantasie entsprungen und nicht Realität in leider immer mehr Redaktionen: Sie bestellen Texte, die sie dann aber weder abdrucken noch in der vereinbarten Höhe bezahlen.
Da ist mir eine Migräneattacke ja fast noch lieber – wenn auch nicht annähernd so unterhaltsam wie Herrn Martensteins geiler Text. ;-)
Via Texttreff
Thema: Journalismus, Texten |
13. Mai 2010
Ein professionelles Korrektorat – das heißt entweder mit einem Rotstift in der Hand über ein Manuskript herzufallen, in einem PDF entsprechende Kommentare einzufügen oder eine Textdatei im Überarbeiten-Modus zu verbessern. Dachte ich zumindest immer. Dass es noch ganz andere und viel handfestere Methoden gibt, las ich in der April-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brand eins. Dort gibt es ein Portrait über Helena Kapp, die dem Fehlerteufel weder mit Rotstift noch Rechner zu Leibe rückt, sondern mit Messer und Klebstoff. Und manchmal auch mit einem Massagehandschuh …
Foto: © magicpen/Pixelio
Thema: Textqualität |
5. Mai 2010
Gerade eben bei der Mittagspausenlektüre auf www.zeit.de entdeckt: ein Interview mit Wolf Schneider, der sich in Sachen Sprachpflege mittlerweile vom Über-Vater zum Über-Opa entwickelt hat und so wahre Dinge sagt wie:
“Wer Zeit hat, muss sich mit seinem Text plagen. Mit 17, als ich mich noch für ein Genie hielt – wie übrigens heute die meisten Journalistenschüler –, glaubte ich noch: Wenn es da steht und von mir ist, dann muss es wohl gut sein. Das Gegenteil ist richtig: Wenn es da steht, beginnt die Arbeit erst. Ich bastele mich halb zu Tode. Einer muss sich immer plagen, entweder der Autor oder der Leser.”
Recht hat er. Aber in einem Punkt widerspreche ich ihm dann doch: Wenn ich einen Satz in die Tastatur gehackt habe, liegt schon so viel Quälerei hinter mir, dass ich an ihm bestimmt nicht mehr viel verändere. Ich gehöre definitiv nicht zu jenen, die mal eben 20 Seiten texten und dann befinden: “Och, nö!” und munter nochmal von vorne anfangen. Textverlust rangiert in meiner persönlichen Alptraumskala deshalb gleich hinter einem leeren Kühlschrank, und die tägliche Datensicherung ist ein Muss!
Thema: Texten, Textqualität |
5. April 2010
Vor Kurzem lief auf 3sat ein Beitrag über die Arbeit von Ghostwritern, der nun hier im Internet zu sehen ist. Gleich in der Headline ist die Rede von “Mogelpackung Buch” und “Betrug am Leser”. Da möchte ich natürlich widersprechen. Denn ich kann nichts Verwerfliches daran finden, wenn ein Autor mich in stundenlangen Sitzungen oder Telefonaten in sein geballtes Fachwissen einweiht und ich ihm daraus dann – weil er es selbst nicht kann, aus welchen Gründen auch immer – ein Buch mache, das erstens gut strukturiert, zweitens flott und unterhaltsam lesbar ist und deshalb drittens auch seine Leser erreicht und überzeugt.*
Vergleiche mit dem Handwerk sind in Texterkreisen zwar oft verpönt – ich ziehe einen solchen Vergleich hier dennoch ganz bewusst: Wenn ich mit einer tollen Idee für ein Möbelstück zu einem Schreiner gehe und er dann genau das Teil baut, das ich mir vorgestellt und gewünscht habe, käme ja auch kein Mensch auf den Gedanken, von einer Mogelpackung zu reden, oder? Und ganz ähnlich ist es mit dem Ghostwriting: Einer hat die Idee und der andere das handwerkliche Können, um diese Idee professionell umzusetzen.
Zugegeben: Die meisten Menschen bezeichnen sich selbst wohl kaum als Erbauer eines vom Schreiner maßgefertigten Möbelstücks. Schreinern ist eine anerkannte Kunst, das hat sich mittlerweile rumgesprochen, und es ist auch gar nicht peinlich, zuzugeben, diese Kunst nicht zu beherrschen. Beim Schreiben ist das wieder etwas anderes: Das kann halt jeder. Glauben die meisten zumindest. Noch. Wir arbeiten schon daran, dass sich das ändert.
Mit von der Partie beim erwähnten Filmbeitrag sind übrigens mein Kollege Wolfgang Klinghammer und Sonja Klug von der Buchagentur Netzwerk – mit der zusammen ich vor etlichen Jahren drei Bücher geschrieben habe.
*Dies gilt natürlich nicht für akademisches Ghostwriting. Das ist ganz eindeutig eine Mogelpackung. Und was für eine.
Foto: istockphoto.com
Thema: Ghostwriting |