Neues vom Über-Opa

5. Mai 2010 | Thema: Texten, Textqualität

Gerade eben bei der Mittagspausenlektüre auf www.zeit.de entdeckt: ein Interview mit Wolf Schneider, der sich in Sachen Sprachpflege mittlerweile vom Über-Vater zum Über-Opa entwickelt hat und so wahre Dinge sagt wie:

“Wer Zeit hat, muss sich mit seinem Text plagen. Mit 17, als ich mich noch für ein Genie hielt – wie übrigens heute die meisten Journalistenschüler –, glaubte ich noch: Wenn es da steht und von mir ist, dann muss es wohl gut sein. Das Gegenteil ist richtig: Wenn es da steht, beginnt die Arbeit erst. Ich bastele mich halb zu Tode. Einer muss sich immer plagen, entweder der Autor oder der Leser.”

Recht hat er. Aber in einem Punkt widerspreche ich ihm dann doch: Wenn ich einen Satz in die Tastatur gehackt habe, liegt schon so viel Quälerei hinter mir, dass ich an ihm bestimmt nicht mehr viel verändere. Ich gehöre definitiv nicht zu jenen, die mal eben 20 Seiten texten und dann befinden: “Och, nö!” und munter nochmal von vorne anfangen. Textverlust rangiert in meiner persönlichen Alptraumskala deshalb gleich hinter einem leeren Kühlschrank, und die tägliche Datensicherung ist ein Muss!

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